| Am Samstag, den 3. Februar 2024, tanzten wir Im Taumel der EntdeckungsreisenTänze im Stil des 16. bis frühen 20. Jahrhunderts.Die Ankündigung lautete: Hic sunt dracones - eine Warnung? Wohl nicht, denn ewig lockt das Unbekannte jenseits der Horizonts: Gold, Gewürze, Seide, Pflanzen, Tiere, Fabelwesen. Auf zur Entdeckung neuer Handelsrouten und naturwissenschaftlicher Sensationen im Taumel zwischen Gier und Neugier! War da noch was? Ach ja, diese Einheimischen - na wenn es sein muss, solange sie sich erforschen, ausstellen und bekehren lassen und das Gepäck tragen! Es gilt der Erste zu sein - am Seeweg nach Indien, bei der Umsegelung der Welt, am Nordpol, am Südpol, an den Quellen des Nils oder des Amazonas, durch die Nord-West-Passage... Columbus, Magellan, Cook, Darwin, Humboldt, Franklin, Burton, Amundsen, Shackleton und wie sie alle heißen, und natürlich auch Payer und Weyprecht - immerhin kamen bei ihnen alle wieder zurück aus dem eisigen Franz-Josefs-Land, bis auf den Otto Krisch... War da noch was? Also gut, die ein oder andere "Femme Extraordinaire" mag schon in der illustren Herrenrunde dabei gewesen sein, so wie Jeanne Baret die als Mann verkleidet 1766 die Expedition von Bougainville in den Südpazifik begleitete, die Welt umsegelte und dabei durchaus einen Beitrag zur Botanik leistete. Oder Mary Kingsley die Ende des 19. Jahrhunderts nach Westafrika reiste und dort bei Einheimischen lebte für deren Lebensweise sie sich tatsächlich interessierte. Bei unserem Ball der Extranational Ungeographic Society sind alle willkommen: die Neugierigen, Waghalsigen, Besessenen, Ehrgeizigen, Wahnsinnigen, die niemals Angekommenen und niemals Zurückgekehrten genau so wie die Einheimischen, die Gepäckträger, die Entdeckten, die Ausgerotteten und die daheim in Ungewissheit Zurückgelassenen. William Hodges, James Cook Landing on Tanna, One of the New Hebrides, 1775
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